STUDIERENDENRAT DER OVGU
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2012

 Offener Brief an die Universitätsbibliothek

 

Gespräch mit dem Direktor der Bibliothek der OvGU Magdeburg

 

 

Als Reaktion auf die Anfrage des Studierendenrats erhielt Tankred Roth, studentischer Beisitzer im Bibliotheksbeirat, ein Termin für ein persönliches Gespräch bei dem Direktor der Universitätsbibliothek. Themen waren die Anzahl der Leseplätze, Lärmschutz und das neue Schließsystem der Schließfächer. In der Antwort sind die Aussagen der Bibliotheksleitung wiedergegeben. Den offenen Brief findest du weiter unten.

Schließfächer:

Das neue Schließsystem ist seit dem 13.12 in Betrieb. Komplett war es dann Anfang Januar 2012. Im Großen und Ganzen haben Studierende und MitarbeiterInnen der Bibliothek mit dem neuen System gute Erfahrungen gemacht. Das System scheint sicher zu sein. Das heißt, es ist noch nicht dazu gekommen, dass jemand ein fremdes Schloss öffnen konnte. Die meisten Nutzer haben sich inzwischen an das System gewöhnt, sodass es weniger Fehler und Probleme bei der Nutzung gibt.

Die Gesamtzahl der Fächer liegt jetzt bei 627, wovon 90 Fächer neu sind. Weitere Neuanschaffungen sind nicht geplant. Im Vergleich mit anderen Universitätsbibliotheken ist die OvGU-Bibliothek gut ausgestattet. Nur in wenigen Wochen pro Semester, den Prüfungszeiträumen, gibt es einen Mangel an Schließfächern. Für neue Schlösser und Fächer wurden ungefähr 10.000,-€ ausgegeben, die aus Mitteln des Hochschulpakts stammen. Die Schlösser können jetzt nur noch von Inhabern eines gültigen Nutzerausweises der Bibliothek genutzt werden. Die Anzahl der Nutzer beträgt rund 20-tausend. Das sind gut 13 -tausend Studenten der OvGU und 6-bis 7-tausend externe Nutzer wie Studenten der Fachhochschule Magdeburg-Stendal oder bildungshungrigen Magdeburgern, die sich für ein geringes Bearbeitungsentgelt von 7,-€ in der Bibliothek anmelden können.

Die neuen Schlösser sind mit einer Masterkarte zu öffnen. Für die alten Schlösser gab es keinen Generalschlüssel. Jetzt ist es bei Verlust einer Karte, oder nicht geleerten Schließfächern bedeutend einfacher für die Bibliothek, das Fach wieder frei zu machen. Eine Öffnung kostet bei eigenem Verschulden 5,-€. Um einen Lerneffekt bei den Studierenden zu erzielen, die Schließfächer mutwillig blockieren, werden zur Zeit jeden Morgen vor Öffnung der Bibliothek alle Schließfächer geöffnet. Als noch mit herkömmlichen Schlüsseln gearbeitet wurde kam es vor, dass zum Teil mehr als hundert Schließfächer übers Wochenende blockiert waren, die nur durch das Auswechseln der Schlösser wieder freigegeben werden konnten. Das kostete die Bibliothek rund 1.000,-€ pro Jahr.

 Beim Überprüfen auf regelwidrige Belegung der Fächer stört es die Mitarbeiter der Bibliothek, dass es anders als vom Hersteller versprochen keine eindeutige Belegungsanzeige der Fächer gibt, da die rechteckigen Schließhebel mit einer Rutschkupplung versehen sind. Andere Probleme des Systems sind das mangelhafte funktionieren von alten Nutzerausweisen und die relativ hohe Quote von defekten Fächern (etwa 15 Stück). Vor allem die Fächer in Blechschränken funktionieren nicht einwandfrei. Die Bibliothek möchte deswegen vom Hersteller für das Abstellen der Probleme einen 24h-Service einfordern und eine Fehlermanagementrichtlinie erarbeiten. Bei 3 Nutzerausweisen ist es vorgekommen, dass sie überhaupt nicht funktioniert haben.  Sie können in Absprache mit der Bibliothek kostenlos im Campus Service Center ausgetauscht werden. Es spricht nichts dafür, dass diese Ausweise durch die in der Bibliothek verwendete RFID-Technik (Radio-Frequnez-Indentifikation) beschädigt wurden.

Leseplätze

 Auch bei der Anzahl Leseplätze ist Magdeburg im Vergleich mit anderen Unis relativ gut aufgestellt. Die Plätze werden gut angenommen. Ein Vorteil ist auch, dass die Plätze nicht an die einzelnen Fachbereiche gebunden sind, was in anderen Universitätsbibliotheken der Fall ist. Im letzten Jahr wurden 20 neue Leseplätze geschaffen. Überall im Bibliotheksgebäude sind MitarbeiterInnen, die unter anderem darauf achten, dass Leseplätze nicht unnötig lange von abwesenden Studierenden blockiert werden.

Sonstiges

Da in der Bibliothek auf Grund elektronischer Medien immer weniger Zeitschriften vorgehalten werden, wird Platz frei, der für neue Bestände und Leseplätze genutzt werden soll. Bei der Informatik wird der Literaturbestand eher abnehmen, während er bei der Geistes-,Sozial-und Erziehungswissenschaften eher zunehmen wird. Im Zusammenhang damit wurde auch erwähnt, dass mittlerweile mehr als 50% des Anschaffungsetats der Bibliothek für Lizenzen elektronischer Medien wie Springerlink ausgegeben wird.

Lärmschutz

Es wurde bereits viel für den Lärmschutz gemacht. Zum Beispiel sind Teppiche auf den Treppen, Korbgeflecht ist in der Lüftung, über den Infotheken sind wie im Atrium hübsche Schallelemente, es wurde ein leiseres Drehkreuz eingebaut und die Cafeteria eingeglast. Viele Studierende nehmen nicht wahr, dass der Bereich der Schließfächer bereits zur Bibliothek gehört. Darum ist es dort oft relativ laut. Geplant ist es, Dämmplatten unter der Treppe, die über den Schließfächern ist, anzubringen. Um das zu unterstützen plant der StuRa, das K4 (Dezernat Technik-und Bauplanung) zu einer schnellen Umsetzung dieser Maßnahme aufzufordern. Die neuen Platten sind dank einer neuen Sprinkleranlage möglich. Die alte ist nach 3 Jahren durchgerostet. Den Schaden hat allerdings nicht die Universitätsbibliothek zu tragen.

 

Der Offene Brief

Schließfächer und Arbeitsplätze in der Universitätsbibliothek

Sehr geehrter Herr Blume,

an den Studierendenrat wurden in den letzten Wochen verstärkt Beschwerden wegen des neuen Schließfachsystems in der Universitätsbibliothek gerichtet. Wir begrüßen die Einführung des neuen Systems als Maßnahme zur Verhinderung der dauerhaften Belegung der Schließfächer. Es stellen sich uns nur einige Fragen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bis zu dem 03.02.2012 den offenen Brief beantworten können um den Studierenden in der akuten Phase die offenen Fragen zu beantworten.

-    Aus welchen Gründen funktioniert das System nicht einwandfrei? Es ist täglich eine nicht unerhebliche Menge an Fächern defekt.
-    Was wird getan um in naher Zukunft zu gewährleisten, dass alle Fächer nutzbar sind.
-    Inwieweit war die Einführung des Systems mit Frau Rentzsch von K54 (IT und Verwaltungssysteme) abgestimmt?
-    Lässt sich in die Schließvorrichtungen eine Anzeige über den Status der Belegung integrieren?
-    Wann folgen zusätzliche Fächer? Es besteht weiterhin das Problem, dass die vorhandene Anzahl nicht ausreicht. Platz ist vorhanden.
-    Wie hoch ist der Anschaffungspreis und in welchem Verhältnis steht dieser zu den Nutzen? Wurden andere Alternativen geprüft?
-    Wenn es in der Bibliothek leise ist, ist sind die Geräusche der Schließanlagen in einem großen Bereich der Bibliothek zu vernehmen. Gibt es Pläne dies zu beheben?
-    Es war angedacht zwischen den Bereich der Schließfächer und dem eigentlichen Bibliotheksbereich einen Lärmschutz zu installieren. Wie weit ist dieser Vorgang?

Zudem haben wir festgestellt, dass die Anzahl der zur Verfügung gestellten Arbeitsplätze aktuell nicht ausreichend ist. Dies liegt zum Teil auch an Studierenden, die Ihre Plätze über einen langen Zeitraum besetzt halten. In anderen Universitäten gibt es diesbezüglich Regelungen ähnlich einer Parkkarte, bei der man eine Abwesenheit von einer bestimmten Zeit einstellt, die nach oben begrenzt ist. Ist geplant für die kommende Prüfungszeit eine derartige Regelung einzuführen?

Wir freuen uns zu hören, dass nicht mehr nutzbare Karten kostenlos ausgetauscht werden können. Allerdings wäre es selbstverständlich schöner, wenn das Auftreten dieser Probleme in Zukunft verhindert wird.


Mit freundlichen Grüßen

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Letzte Änderung: 06.02.2012 - Ansprechpartner: E-Mail  Webmaster
 
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